Fachgeschäft für Fairen Handel Solidarisch Handeln e.V. Elisabethenstr. 51 64283 Darmstadt tel 0 61 51 - 2 19 11 mail@weltladen-darmstadt.de www.weltladen-darmstadt.de Öffnungszeiten: Mo bis Fr 10.00-18.30 Uhr Samstag 10.00-16.00 Uhr |
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Weltladen Darmstadt: Ihr Fair-Handelspartner sei mehr als 35 JahrenUnser Weltladen in Darmstadt entstand 1975 als "Treffpunkt Dritte Welt". Im Lauf der Zeit haben immer wieder unterschiedliche Leute dafür gesorgt, dass dieses Fair-Handels-Zentrum nunmehr seit über 35 Jahren
für Sie da ist. Immer wieder neu wurde die Informations- und Verkaufsarbeit organisiert und für die Idee des Fairen Handels
in Darmstadt geworben. Dabei geht es uns nicht nur um den Verkauf von Waren aus arm-gemachten Ländern. Für uns ist Fairer
Handel Teil eines Konzeptes solidarischen Handelns. Dies wollen wir auch mit unserem Namen zum Ausdruck bringen: Weltladen - Solidarisch handeln e.V. Was sich verändert hat Mit dem Zerfall der Sowjetunion und dem Ende der
Blockkonfrontation globalisieren sich die wirtschaftlichen Einflussräume in wachsendem Maße. Gleichzeitig setzt sich der Kapitalismus als Ideologie und wirtschaftliche Praxis immer mehr durch. Die Gefahren, die damit verbunden
sind, werden sichtbar an den weltweiten ökologischen Krisen wie auch in den zunehmenden Fluchtbewegungen. Das Jahr 1989 als europäisches wie auch weltweites
Datum des Umbruchs hat die politischen Orientierungen in Bewegung gebracht, Ost-West-Denken und einfache Rechts-Links-Schemata passen nicht mehr. Wir sind konfrontiert mit vielen gleichzeitigen, z.T. widersprüchlichen
Entwicklungen. Es sind weltweit zahlreiche Demokratie- und Reformbewegungen entstanden, nicht nur in Osteuropa, sondern gerade auch in Ländern der Zweidrittel-Welt und besonders auf dem afrikanischen Kontinent. Mit dieser
Entwicklung ging aber auch eine kapitalistische Vereinheitlichung einher, die den demokratisch-pluralistischen Ansatz reduziert und unter Umständen blockiert. Grenzen sind gefallen, andererseits werden neue
Grenzen errichtet. Das “offene” Europa schottet sich ab gegen Flüchtlinge, die aufgrund existentieller Armut und aufgrund neuer Bürgerkriege und politischer Verfolgung ihre Heimatländer verlassen. Die Wirtschaft globalisiert sich mehr und mehr.
Arbeit wird in Billiglohnländer verlagert. Dies schafft neue Armut, auch bei uns. An gewerkschaftlichen Standards wird gerüttelt, in den Ländern der Billigproduktion (vor allem Asien und Osteuropa) werden sie erst gar nicht
eingeführt. Ein neues Nachdenken über internationale Solidarität von ArbeitnehmerInnen ist gefordert. Die globale Dimension wechselseitiger Abhängigkeiten in der Einen Welt wird immer deutlicher. Wir selbst sind in das System verstrickt Die Arbeit des Weltladens geschieht im Bewusstsein,
daß wir selbst Teil des Problems ungerech- ter Wirtschaftsstrukturen sind. Wie wirkt sich meine Lebensweise in globaler Hinsicht aus? Als KonsumentInnen im reichen Westeuropa können wir aus der Verstrickung nicht aussteigen.
Gleichzeitig erleben wir selbst die Auswirkungen ungerechter Strukturen im eigenen Land durch wachsende Gegensätze zwischen Arm und Reich. Trotzdem sind wir alldem nicht machtlos ausgeliefert
und können einzelne Schritte aufzeigen, die zu gerechteren Handelsbeziehungen führen. Denn die Menschen in den Ländern des Südens brauchen keine Almosen, sondern faire Handelsbedingungen zur Vermarktung ihrer Rohstoffe und
Produkte. Der Weltladen fördert Entwicklung bei uns Der alternative Handel wurde als ein Modell für ein anderes Wirtschaften entwickelt. Weltläden leisten Entwicklungshilfe im Inland. Hier
bei uns in der Bundesrepublik soll durch unsere Arbeit ein Prozess der Bewußtwerdung angeregt werden, der für die globalen gegenseitigen Abhängigkeiten sensibilisiert. Sie verdeutlichen mit ihrer Arbeit, durch welche
Mechanismen des Marktes und der Durchsetzung politischer Interessen Armut entsteht und wie eine humane und ökologische Wirtschaftsweise aussehen kann. Diese Bewusstseinsprozesse sind Teil einer Entwicklungshilfe hin zu einem
praktischen Verantwortungsbewusstsein für gemeinsames Überleben. Der Weltladen hat Modellcharakter für solidarisches
Wirtschaften. Dabei sind wir uns der Begrenztheit dieses Unternehmens bewusst, denn die Dimensionen der globalen Probleme übersteigt unsere Kompetenz und unsere Kräfte. Die Arbeit des Weltladens ist eine Methode des Aufdeckens
von ungerechten Strukturen und der Erprobung solidarischen Miteinander-Handelns. Die Themen, mit denen wir uns befassen, sind
vielfältig und komplex. Wir fragen nach der Entstehung von Armut, nach der weltweiten Ernährungslage, nach Gesundheit und Umweltschutz, nach der politischen Situation in einzelnen Ländern und nach den Ursachen von Flucht, sowie
auch nach dem Widerstand gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Letztlich geht es immer wieder um die Erfahrungen der Menschen in Asien, Afrika und Lateinamerika und was diese Erfahrungen für unser Verhalten hier bedeuten. Konkret werden alle diese Fragen anhand der Situation
der Menschen in den Ländern und einzelnen Projekten, mit denen wir kooperieren, d.h. von denen wir Waren beziehen. Wie sie ihre soziale und ökonomische Situation einschätzen ist der entscheidende Anknüpfungspunkt zur Gestaltung
solidarischer Beziehungen, sowohl auf der Ebene des Handels wie der Information und Kommunikation. Für die Interessen dieser Menschen will der Weltladen ein Sprachrohr sein. Der Weltladen möchte ein Ort der Begegnung sein, in
dem Menschen die Zusammenhänge zwischen eigener Lebensweise und globalen Folgen erkennen und mögliche Ansätze zu Veränderungen entwickeln. Der Weltladen bietet: Informationen [>>] Kooperation [>>]
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